Renault-Manager bekräftigt: Günstig-Stromer K-ZE kommt nach Europa

Stadt-SUV K-ZE

 
 
 

Renault bietet mit dem Stadt-SUV K-ZE in China ein alltagstaugliches Elektroauto zum Kampfreis von umgerechnet unter 10.000 Euro an. Der E-Auto-Vorstand der Marke Gilles Normand bekräftigte bei einer Veranstaltung in Berlin nun, dass das Modell auch nach Europa kommen wird. Dafür muss der Günstig-Stromer aber noch angepasst werden, auch der Preis dürfte anders als in Asien ausfallen.

Mit dem Kleinwagen ZOE hat Renault bereits eines der erfolgreichsten Elektroautos im Angebot, in Europa ist die Baureihe die meistverkaufte ihrer Art. Doch der Wettbewerb bei Batterie-Autos nimmt stetig zu, insbesondere durch den auf den Volumenmarkt drängenden Volkswagen-Konzern. Renault will darauf unter anderem mit neuen Modellen reagieren, der K-ZE soll auch hierzulande das günstigste davon werden.

Normand bestätigte jetzt in Berlin, dass ein in China angebotenes Elektroauto-Modell von Renault mit leichten Veränderungen auch in Europa auf den Markt kommt. Dabei handelt es sich um den K-ZE, berichtet Focus.de.

Die Reichweite des 33 kW (45 PS) starken City K-ZE beträgt 250 Kilometer nach NEFZ-Norm. Für das Stromzapfen stehen zwei Lademodi zur Verfügung: Im Schnelllade-Betrieb lässt sich die Batterie in 50 Minuten auf 80 Prozent ihrer Kapazität laden. Im langsamen Lademodus soll es vier Stunden dauern, bis die Batterie voll ist.

Ob der K-ZE in der Europa-Ausführung mehr Leistung bieten wird, wollte Normand laut Focus.de noch nicht verraten. Sicher sei nur, dass das in Europa vorgeschriebene ESP und ein anderer Ladestecker nachgerüstet werden. Auch zum Preis in Märkten wie Frankreich oder Deutschland schwieg der Renault-Manager. Dass der Hersteller auch in Europa besonders günstige Voll-Stromer verkaufen will, hat Firmenchef Thierry Bolloré angekündigt: Er erwartet hier innerhalb von fünf Jahren das erste Elektroauto, das nur noch 10.000 Euro kostet.

Medienberichten zufolge ist im Gespräch, dass der K-ZE europäischen Kunden nicht als Renault, sondern mit dem Logo der Billigmarke Dacia angeboten wird. Auch dazu wollte sich Normand in Berlin nicht äußern, sagte aber: „Das Stadtauto hat das Zeug zum Star. In China ist die Konkurrenz ähnlicher Autos in der Größen- und Preisklasse enorm. In Europa ist er nahezu allein auf dem Markt“.